Neubau

22 Wohnungen von Anne Lampen Architekten geplant, seit 2016 bezogen: barrierefrei, mit Fahrstuhl und gemeinschaftlicher Dachterrasse.

Der Neubau des Forums an der Straßenecke der Köpenicker Straße, mit versetzten Balkonen und Läden im Erdgeschoss.

This page in English

Der Neubau Köpenicker Straße 172/173 schließt die Lücke im Straßenzug. Seit 2016 wird er bewohnt. Er ist das jüngste der sechs Forumshäuser und das erste, das von Anfang an barrierefrei geplant wurde.

Der Neubau des Forum Kreuzberg an der Ecke Köpenicker Straße, zwischen zwei Altbauten
Der Neubau zwischen den Altbauten der Köpenicker Straße.

Eine Frage, die sich irgendwann stellt

Wer 1972 eine Genossenschaft gründet, denkt nicht an Fahrstühle. Vier Jahrzehnte später stellte sich die Frage von selbst: Wie bleibt man Teil der Gemeinschaft, wenn Treppen zum Hindernis werden? Wegziehen kam für die Gründungsgeneration nicht in Betracht. Also wurde gebaut.

Geplant hat das Haus das Berliner Büro Anne Lampen Architekten. Entstanden sind 22 Wohnungen, barrierefrei erschlossen und über einen Fahrstuhl erreichbar. Damit ist Wohnen im Forum bis ins hohe Alter möglich, ohne den Block zu verlassen. Auf dem Dach liegt eine Dachterrasse, die allen Bewohner:innen offensteht.

Fassade des Neubaus von unten: versetzte Balkone mit Holzbrüstungen
Versetzte Balkone mit Holzbrüstungen gliedern die Fassade.

Richtfest

Bilder vom Richtfest auf der Baustelle an der Köpenicker Straße.

Gebaut und zugleich umgestellt

Der Neubau war der sichtbare Teil einer größeren Etappe. Er selbst versorgt sich über eine Wärmepumpe und Solarmodule auf dem Dach. Parallel sanierte das Forum die Altbauten energetisch, so weit Denkmal- und Milieuschutz es zuließen, und stellte die Versorgung um. Wärme und Strom liefert seither ein eigenes System aus Blockheizkraftwerken, Wärmepumpen mit Erdsonden und Photovoltaik. Um Betrieb und Weiterentwicklung kümmert sich eine eigene Arbeitsgruppe.

Erdgeschoss: kein Wohnen, sondern Kiez

Im Erdgeschoss der Köpenicker Straße 172 liegen Gewerbeflächen. Hier steht die Vorratskammer, der selbstorganisierte Bio-Laden der Genossenschaft, und hier hat das Museum des Kapitalismus seine Ausstellungs- und Veranstaltungsräume. Der Neubau ist damit kein reines Wohnhaus, sondern folgt dem Muster der übrigen Häuser: unten Arbeit, oben Wohnen.

AdresseKöpenicker Str. 172/173, 10997 Berlin

Bezogen2016

Wohnungen22

PlanungAnne Lampen Architekten, Berlin

Erschließungbarrierefrei, mit Fahrstuhl

Bauweisehoher Dämmstandard, gemeinschaftliche Dachterrasse

Wärme und StromWärmepumpe und Solarmodule am Haus, eingebunden in das Energiesystem des Forums

ErdgeschossVorratskammer und Museum des Kapitalismus

Wie aus zwei Häusern sechs wurden, erzählt die Baugeschichte. Die Einordnung in die Chronik des Forums steht unter Neubau und Modernisierung.