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Freiabonnements für Gefangene e.V.

Zeitungen für Menschen in Haft: Der Verein in der Köpenicker Straße 175 vermittelt 2.000 bis 3.000 Abos im Monat.

Straßenfassade eines Altbaus im Forum, davor Bäume im Frühlingsgrün.

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Gefangene haben ein Grundrecht auf Information. Aber im Gefängnis kostet alles Geld: Arbeitslohn liegt bei ein bis drei Euro pro Stunde, eine Minute Telefonieren kann 70 Cent kosten, freies Internet gibt es nicht. Ein Zeitungsabo ist da unerschwinglich. Genau hier setzt Freiabonnements für Gefangene e.V. an, 1985 auf Nachfrage von Gefangenen und auf Initiative aus dem Umfeld der taz gegründet, bis heute die einzige bundesweite Zeitungsvermittlung für Menschen in Haft.

Zwischen 2.000 und 3.000 Abos vermittelt der Verein pro Monat, kostenlos für die Empfänger:innen, finanziert über Verlagsrabatte und Spenden. Manche Spender:innen sind seit über vierzig Jahren dabei. Wer in Deutschland inhaftiert ist, kann sich direkt an den Verein wenden.

Dazu kommen Projekte, die tiefer gehen: der Runde Tisch für ausländische Gefangene, seit 2000 gemeinsam mit dem Berliner Vollzugsbeirat, die religiöse Betreuung muslimischer Inhaftierter, ein Kochkurs für Frauen in der JVA Lichtenberg, ein Bücherfonds und die Weihnachtsaktion „Ein Buch als Weihnachtsgeschenk“. Seit September 2025 führt Mara Stirner die Geschäfte; ihre Vorgängerin Sybill Knobloch, die den Verein 35 Jahre geleitet hat, bleibt als Projektleiterin an Bord.

Gegründet1985, aus dem Umfeld der taz

Reichweite2.000–3.000 Zeitungsabos pro Monat, bundesweit

OrtKöpenicker Str. 175, Erdgeschoss

Websitefreiabos.de

SpendenkontoBank für Sozialwirtschaft, IBAN DE02 1002 0500 0003 0854 00